Reise absagen: Verkauf statt Storno

Recht neue Plattformen ermöglichen die gebuchte Reise, die man nicht stornieren kann einfach zu verkaufen.

Gründe gibt es viele – ob plötzliche Urlaubssperre, ein Unfall oder Notfall in der eigenen Familie – eine Reise absagen zu müssen. Üblicherweise hat man in solchen Fällen natürlich eine Reisekostenrücktrittsversicherung, die in aller Regel auch tadellos funktioniert. In manchen Fällen springen diese Versicherungen aber nicht ein, wenn man eine Reise absagen will. Der findige Nicht-Verreiser sucht sich in solchen Fällen, oder auch, wenn er gar keine solche Reisekostenrücktrittsversicherung hat, nach einer Möglichkeit den Geldschaden zu minimieren. Und das geht wirklich. Man kann eine gebuchte Reise verkaufen, wobei sogar das BGB hilft, dass nämlich im Paragraf 651b einen Ersatz zulässt. In den meisten Fällen verlangen die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften dafür eine Gebühr, was sie auch dürfen. Diese dürfte aber nicht so hoch liegen, als den ganzen Reisepreis zu verlieren.

Eine Reise absagen und verkaufen kann man z.B. über Portale wie Stornopool.de, ticketrefund.de oder auch tradeyourtrip.de. Bei einem dieser Portale sollte man sich registrieren, zum Reise absagen. Bis zu 95% der Kosten werden erstattet. Aber Achtung – bei manchen Reiseportalen kann man bis zu 6 Wochen vorher kostenlos stornieren und bekommt den kompletten Preis zurück. Bei vielen Hotels kann man oft sogar noch bis zu 24 Stunden vorher kostenlos stornieren! Schauen Sie also genau aufs Kleingedruckte um kein Geld zu verschwenden.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass man auf diesen Portalen solche Reisen auch erwerben kann. Doch wie verdienen die damit dann Geld? Ganz einfach, wenn eine Reise verkauft wird, die Sie selbst auf den Portalen einstellen können, ist eine gewisse Provision fällig. Die schwankt je nach Anbieter. Also informieren Sie sich vorher genau, bei welchem Portal es sich für Sie am ehesten lohnt.

Die wohl beaknntere Seite ist Stornopool, zumindest erhält sie über Google mehr Suchanfragen, wie die folgende Grafik verdeutlicht: