Geheimtipps Reise nach Moskau (Teil 1)

Moskau ist immer eine Reise wert, und wer unsere Geheimtipps zu Moskau berücksichtigt, der wird es leichter haben und viel mehr Spaß haben. Zu Beginn wollen wir ein paar Tipps zum U-Bahn fahren geben.

Das U-Bahn-Netz von Moskau ist sehr gut ausgebaut und man erreicht damit so gut wie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Moskaus und alle Ausflugsziele in und um Moskau. Momentan werden besonders am Stadtrand von Moskau die U-Bahnlinien erweitert.

Zu Beginn jeder U-Bahn-Fahrt in Moskau steht natürlich der Kauf eines U-Bahn Tickets. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Es gibt neben Einzeltickets z.B.  auch 5er (5 = pjats’), 10er (10= djessit’), 20er (20 = dwazat’) Karten die für Touristen recht praktisch sind. Mit den Mehrfahrten-Tickets spart man nicht nur Geld, sondern muss sich auch nicht jedes Mal in die Schlange vor die Kasse stellen. Wenn man der russischen Sprache nicht so mächtig ist, wird es natürlich nicht ganz so einfach, aber mit “Händen und Füßen” kriegt man den Kauf schon hin. Es gibt auch Automaten, an denen man die U-Bahn Tickets kaufen kann. Um mit der U-Bahn fahren zu können, muss man das erworbene Ticket an einem Durchgang an die gekennzeichnete Stelle halten und danach geht das Türchen auf. Achtung! bei manchen Stationen ist das Türchen offen und bleibt es auch nur, wenn man das Ticket verwendet. Ansonsten klingelt es und man holt sich schnell einen blauen Fleck von den sich verschließenden Türchen. Wenn man ein Ticket mit mehr Fahrten hat, wird übrigens auch die restliche Fahrtanzahl angezeigt.

Ist man einmal durch die Sperre durch, geht es meist mit langen Rolltreppen nach unten. Auch hier gilt wie bei uns: “links gehen, rechts stehen” An fast jeder Rolltreppe gibt es zudem Aufpasser, die sich darum kümmern, dass sich alle ordentlich verhalten. Bei dichtem Gedränge ist das gar nicht so schlecht, wer kein Russisch versteht, erfährt natürlich auch nicht, was da gerade durchgesagt wurde.

Die U-Bahnhöfe sind fast alle sehr schmuckvoll gestaltet und teilweise durchaus ein Foto wert. Die Beschilderung ist dafür hingegen eher spärlich. Man sollte also auf jeden Fall immer einen Linienplan dabei haben, den man sich z.B. auf der Homepage der Moscow Metro herunterladen kann.

Auf den Schildern werden immer die folgenden Stationen der Linien genannt, so dass man recht gut sehen kann, welchen Bahnsteig man benötigt. Auch bei den Übergängen zu den anderen Linien (die farblich entsprechend gekennzeichnet sind), werden die Haltestellen genannt. Manchmal hat man da einen großen Fußmarsch vor sich. Einige Durchgänge sind übrigens Einbahnwege, um zu gewährleisten, dass sich die Leute nicht zu sehr im Weg stehen.

Beim Einsteigen ist auch Vorsicht geboten – die Türen öffnen und schließen automatisch. Wenn es zu eng wird, braucht man meist nur 40 Sekunden bis 2 Minuten zu warten, bis der nächste Zug eintrifft. In den Waggons selbst gibt es Sitz- und Stehplätze, wobei die Sitzplätze längs ausgerichtet sind. Wenn man sich setzt hat man dann meist den Blick in den Schritt einer stehenden Person, was manchmal nicht so angenehm ist…

Aus dem Zug heraus erkennt man so gut wie nie, an welcher Station man sich gerade befindet, außer man sitz/steht in einem moderneren Waggon, wo über den Türen die Station rot angeleuchtet wird (während der Fahrt blinkt der rote Streifen, der die nächste Station anzeigt). Ansonsten sollte man versuchen, sich unter einem Lautsprecher zu platzieren, damit man die Durchsagen hören kann. Die Lautsprecher erkennt man an den Löchern in der Wand. Leider ist es oft so laut, dass man so gut wie gar nichts versteht, insbesondere beim Haltevorgang, wo die Station angesagt wird. Deshalb ist es wichtig beim Losfahren zuzuhören, denn da ist es ruhiger und die folgende Station wird angesagt.

Ob man in die richtige Richtung fährt, kann man auch an der Stimme der Durchsage erkennen. Richtung Moskau Zentrum hört man immer eine Männerstimme, geht es aus dem Zentrum von Moskau wieder raus, dann hört man eine Frauenstimme. Ist man übrigens einmal in der U-Bahn, kann man so weit und viel fahren wie man will. Erst wenn man wieder am Ausgang durch die Schranken geht (hier muss man das Ticket nicht vorzeigen), ist die Fahrt vorbei. So könnte man im Prinzip den ganzen Tag lang U-Bahn fahren und muss nur einmal dafür bezahlen. In der Regel hat man aber nicht viel davon. Nur wenige Strecken (meist außerhalb) fahren am Tageslicht. Wenn man sich die Stadt von “oben” in den Öffentlichen Verkehrsmitteln anschauen will, dann gibt es andere Möglichkeiten. Dazu dann aber mehr in unserem nächsten Bericht.