Reisebericht Ägypten (Teil 2): Von Safaga nach Luxor

Ägypten
Ägypten Impressionen

Montag, 2. Tag

Mitten in der Nacht bekamen wir an der Bar, wo wir ein paar Stunden zuvor noch unsere Cocktails schlürften, einen heißen Tee und eine kleine Lunchbox, die wir mit in unseren Bus nahmen. Die Koffer hatten wir vorher wieder vors Hotel gestellt, von wo aus sie auch verladen wurden. Nun konnten wir die Fahrt nach Luxor antreten. Dies war auch recht interessant, weil man quer durch das Wüstengebirge fährt. Zuvor haben wir aber noch einige Gäste aus anderen Hotels abgeholt, was recht lange gedauert hat. Danach sind wir gut eine halbe Stunde zum Bussammelplatz von Safaga gefahren. Von hier aus geht dann die Landstraße quer durch das Wüstengebirge. In Safaga (Sammelstelle) selbst hatten wir eine halbe Stunde Pause und hätten die ein oder andere Kleinigkeit kaufen können. Wir haben uns nur 2 Flaschen Wasser für die Fahrt besorgt. Auf dem Platz haben sich ca. 100 bis 120 große Reisebusse versammelt, außerdem kamen mindestens genauso viele Kleinbusse und Autos dazu.

Blick aus dem Bus bei der Fahrt durch die Wüste in Ägypten
Blick aus dem Bus bei der Fahrt durch die Wüste in Ägypten

Als die Fahrt im Konvoi losging, dachte ich mir, dass ich etwas lese, aber ich bin nicht dazu gekommen. Auf Grund der faszinierenden Landschaft habe ich meinen MP3-Player eingeschaltet und habe die vorbeiziehenden Berge und Täler betrachtet. Zwischendurch haben wir zweimal Pause gemacht, auch hier konnte man sich nicht nur die Füße vertreten und auf die Toilette gehen, sondern auch Souvenirs kaufen.

Im Laufe des Nachmittags sind wir an unserem Schiff angekommen. Allerdings befand sich unser Anlegeplatz nicht direkt in Luxor, sondern 7 km außerhalb der Stadt in einem kleinen verschlafenen Straßen-Dorf.

Unsere Koffer waren ja beschriftet und wurden zum Zimmer gebracht. Was wir erst später von einigen Gästen hörten war, dass die Koffer über ein verschlossenes Tor geworfen wurden. Dabei ist natürlich der ein oder andere Koffer zu Bruch gegangen. Man sollte also nichts Zerbrechliches in den Koffer tun! Unser Koffer hat auch eine kleine Schramme erhalten und ist nun ein wenig verzogen. Aber wir wollten sowieso einen neuen Koffer besorgen…

Kreuzfahrtschiff auf dem Nil
typisches Schiff für Nilkreuzfahrten

Unser Gespräch mit dem Reiseleiter sollte um 19 Uhr stattfinden. Die Schiffsgäste wurden eingeteilt in zwei Gruppen, wobei die andere Gruppe ihr Gespräch bei einem anderen Reiseleiter bereits um 16.45 Uhr hatte. Da wir keinen Plan hatten, was wir bis dahin tun sollten, haben wir uns dazu entschlossen, einfach beide Gespräche anzuhören, was sich letztlich als recht praktisch erwies, da wir so ein paar mehr Infos erhielten. Unser Reiseleiter erwähnte z.B. nicht, dass wir auf die 50 Piaster Scheine aufpassen sollten, denn diese sind in der Eile relativ leicht mit den 50 Pfund-Scheinen zu verwechseln. Auch an diesem Abend haben wir uns früh schlafen gelegt, da wir am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr aufstehen mussten. Bei einem der Reiseleiter buchten wir noch unser Ausflugspaket und überreichten ihm das Geld (300 Euro für 2 Personen bar). Kreditkartenzahlung wäre übrigens auch möglich gewesen.

Interessant zu erwähnen ist, dass wir die jüngsten Gäste auf dem Schiff waren. Wir waren wohl nur halb so alt wie der Rest der Gäste, die mit Sicherheit fast alle zwischen 50 und 65 Jahre alt waren. Allerdings war auch keine einzige Familie dabei, die ein Kind mitgenommen hat, was ja auch nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, wie leicht kleine Kinder doch quengelig werden können, gerade wenn man so ein „stressiges“ Programm mitmacht. Im Restaurant bekam man am ersten Abend einen Platz zugewiesen, den man bis zum Ende der Schiffsfahrt auch behalten sollte. Blöd nur, wenn man an einem Tisch mit 4 weiteren Personen sitzt, mit denen man nicht zu Recht kommt. Genau das war bei uns nämlich der Fall…

Fortsetzung folgt…